Erde & Moor

Moore sind nasse Lebensräume, die auf einer Wasser stauenden Unterlage entstehen. Die Bildung von typischen Hochmooren dauert Jahrtausende. Dabei werden abgestorbene Pflanzenreste zu Torf umgewandelt, da sie wegen des fehlenden Sauerstoffs im nassen Untergrund nicht verwesen. Die Moore wachsen pro Jahr rund einen Millimeter in die Höhe. Mit fortschreitendem Wachstum werden die Moorpflanzen vom Grundwasser abgeschnitten und nur noch durch das nährstoffarme Regenwasser gespiesen. So werden Flachmoore zu Hochmooren. Damit Hochmoore entstehen können, braucht es ein kühlfeuchtes Klima wie im Entlebuch. Die Lebensbedingungen im Hochmoor sind extrem – nass, sauer und nährstoffarm. Nur noch rund 20 hoch spezialisierte Pflanzen können diesen Lebensraum besiedeln.

Während des ersten Weltkrieges wurden für verschiedene Firmen im Mettelimoos und bei Finsterwald Torf abgebaut. In den Jahren 1918 und 1919 wurde eine beachtliche Menge von 7000 Tonnen Torf gewonnen. In der Zwischenkriegszeit wurde Torf für den lokalen Bedarf gestochen. Während des 2. Weltkrieges wurde von 1940 bis 1946 erneut Torf gestochen. Das Abbaugebiet wurde bis ins Gebiet der Wissenegg vergrössert. Über die abgebauten Mengen sind leider keine Zahlen bekannt.

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