Wasser
Kleinwasserkraftwerke stehen traditionellerweise an Flussläufen und Bächen. Dazu wird dem Bach oder Fluss ein Teil des Wassers entnommen und nach der Turbinierung wieder in das Fliessgewässer eingeleitet. Sehr oft trifft man auf diese so genannten Ausleitkraftwerke bei alten Fabrikgebäuden. Die Geschichte der Kleinwasserkraft ist nämlich sehr eng verknüpft mit der Geschichte der Industrialisierung. Heute gibt es zahlreiche neue Nutzungsmöglichkeiten. So kann zum Beispiel der Überdruck in Trink- und Abwassersystemen dazu benutzt werden, um mit einer Turbine Strom zu erzeugen. Als Kleinwasserkraftwerke gelten Anlagen bis 10 MW Leistung.
Der Ertrag eines Kleinwasserkraftwerks ist proportional zur nutzbaren Fallhöhe sowie zur Wassermenge. Kleinturbinen erreichen, je nach Typ, hohe Wirkungsgrade von gut 90%. Neben den bekannten Kaplan-, Francis- und Peltonturbinen kommen bei kleinen Anlagen auch spezielle Lösungen zum Einsatz - beispielsweise Durchströmturbinen, Propellerturbinen, rückwärtslaufende Pumpen oder Wasserräder. Kleinkraftwerke im Schweizer Mittelland erzeugen 45% bis 50% der Energie im Winter. An alpinen Standorten liegt dieser Anteil etwas tiefer.


